Unsere Aufgaben

Die Rats-Apotheke ist eine öffentliche Vollapotheke und unsere Aufgabe ist:
 
Die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung.
 
Um dies zu gewährleisten hat der Staat durch das Apothekengesetz und die Apothekenbetriebsordnung sehr genaue Richtlinien erlassen zu:
 
1. Apothekenbetriebserlaubnis
2. Berufe in der Apotheke: das Apothekenpersonal
3. Ausbildung
4. berufliche Tätigkeiten
5. Apothekenbetriebsräume
6. Ausstattung
7. Dienstleistungen
 
Apothekenbetriebserlaubnis

Eine Erlaubnis zum Betreiben einer Apotheke kann nur ein(e) Apotheker(in) bekommen. Die Betriebserlaubnis ist erstens an die Person und zweitens an die Apothekenräume gebunden.
 
Berufe in der Apotheke: das Apothekenpersonal

Das Personal einer Apotheke darf nur entsprechend seiner Ausbildung und seinen Kenntnissen eingesetzt werden.
Es wird unterschieden zwischen pharmazeutischem Personal (Apotheker, Vorexaminierte, PTA) und nichtpharmazeutischem Personal (PKA, Apothekenhelferin, Botin, Raumpflegerin).

Ausbildungen

Apotheker(in)

Vorraussetzung ist das Abitur. Die angehende Apothekerin durchläuft ein vierjähriges Hochschulstudium der Pharmazie und zusätzlich eine praktische Ausbildung von 12 Monaten. Nach bestandener pharmazeutischer Prüfung wird auf Antrag die Approbation als "Apotheker(in)" erteilt.
 
Weiterbildung zur Fachapothekerin
Die Weiterbildung hat den Sinn, Apothekern nach Abschluß ihrer Berufsausbildung weitergehende Kenntnisse für das Berufsfeld zu vermitteln, in dem sie nach dem Studium tatsächlich arbeiten. Die beständige Wissensvermehrung in Medizin und Pharmazie ist so gross, dass nach dem "Allround"- Studium Pharmazie eine berufsbezogene Spezialisierung dringend sinnvoll erscheint. Apotheker, die eine drei- bis vierjährige Weiterbildung durchlaufen haben, dürfen sich nach einer Abschlußprüfung bei der zuständigen Apothekerkammer Fachapotheker nennen. Die Apothekerinnen in der Rats-Apotheke Wersen Frau Dr. Marlies Kütter und Frau Doris Höweler haben sich zur Fachapothekerin für Offizin-Pharmazie qualifiziert, d.h. sie haben eine Spezialausbildung für den Bereich öffentliche Apotheke. Die Weiterbildung stellt das Pendant zur Facharztausbildung bei den Ärzten dar.
 
Vorexaminierte

Vorraussetzung ist das Abitur. Die Vorexaminierte hat eine Teilausbildung zum Apothekerberuf abgeschlossen. Sie kann unter bestimmten Vorraussetzungen den Apothekeninhaber vertreten.
 
PTA (pharmazeutisch-technische(r) Assistent(in))

Vorraussetzung ist die Fachoberschulreife. Die PTA durchläuft eine zweijährige theroretische Ausbildung an einer PTA-Lehranstalt (die nächsten befinden sich in Osnabrück und Münster) und eine halbjährige praktische Ausbildung in einer Apotheke.
 
PKA (pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte)

Vorraussetzung ist ein Hauptschulabschluss. Die PKA macht eine dreijährige Ausbildung im dualen System, d.h. die Auszubildende besucht, neben der Ausbildung in der Apotheke,zweimal wöchentlich die Berufsschule. PKA ist der Nachfolgeberuf der Apothekenhelferin.
 
Apotheken werden immer mehr eine Domäne der Frauen.
Als Frau Dr. Marlies Kütter 1978 ihr Pharmaziestudium begann, bestand das Studiensemester zu 50 % aus Frauen und zu 50 % aus Männern.
Heute ergreifen zu 70 - 80 % Frauen den Beruf "Apotheker(in)". Der Grund: Pharmazie ist ein naturwissenschaftliches Studium (Chemie und Biologie sind Hauptfächer) mit hervorragenden Berufsaussichten für Frauen. Apothekerinnen in Teil- und Vollzeitstellung sind sehr beliebt. Dies gilt auch für die Berufe der PTA und der PKA. Beruf und Familie können sehr gut kombiniert werden. So gibt es in Apotheken viele Berufswiedereinsteigerinnen, die meist in Teilzeit arbeiten, wie sich auch am Beispiel der Rats-Apotheke Wersen zeigt.

Tätigkeiten in der Apotheke

Der Gesetzgeber unterscheidet vier verschiedene pharmazeutische Tätigkeiten:

· Entwicklung,
· Prüfung,
· Herstellung und
· Abgabe von Arzneimitteln mit entsprechender Beratung

Diese dürfen nur vom pharmazeutischen Personal ausgeübt werden, d. h. Vorraussetzung ist eine umfangreiche pharmazeutische Ausbildung in Theorie und Praxis.


Arzneimittelprüfung

Jeder in unserer Apotheke eingehende Rohstoff und alle Arzneipflanzen werden nach den strengen wissenschaftlichen Regeln des deutschen Arzneibuches geprüft. Wir können dadurch insbesondere bei der Eigenherstellung von Arzneimitteln eine hohe Qualität gewährleisten.

 
Arzneimittelherstellung

Täglich werden Arzneimittel hergestellt, die individuell für den Kunden bestimmt sind, z. B. Salben, Cremes, Tropfen, Lösungen für Haut und Haar etc.

Arzneimittelabgabe (mit Beratung)

Unsere Hauptaufgabe ist die Abgabe von Arzneimitteln mit Beratung.
Aufgrund zahlreicher Reformen im Gesundheitswesen werden viele Arzneimittel ohne ärztliche Verordnung gekauft,wodurch die fachlich kompetente Beratung unseres pharmazeutischen Personals immer wichtiger wird.


 

Die PKA oder Apothekenhelferin hat ihre Hauptaufgabe im kaufmännischen Bereich, z. B. Einkauf von Waren, Pflege des Warenlagers, Bearbeitung der Post u.v.a.. Sie unterstützt außerdem das pharmazeutische Personal z. B. bei der Herstellung von Arzneimitteln.
 
Apothekenräume

Die Grundfläche aller Apothekenräume muss mindestens 110 m²
betragen. Die Apothekenbetriebsordnung schreibt folgende Räume
vor: Die Offizin, sie gliedert sich in den Kundenraum mit den
Handverkaufstischen, den Sicht- und Freiwahlbereich und einen
Beratungsraum, die Rezeptur für die sofortige Herstellung von Arzneimitteln und das Fertigarzneimittellager in hohen Schubsäulen. Weitere Räume sind das Labor und mehrere Vorratsräume (einer unter 20 °C) und ein Nachtdienstzimmer.
 
Ausstattung
Die gesamte Ausstattung einer Apotheke ist ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben, wie z. B.
großes Arzneimittellager, Laborgeräte, Reagenzien, ein Abzug im Labor, Geräte zur Arzneimittelherstellung, deutsches und europäisches Arzneibuch, homöopathisches Arzneibuch und weitere Fachliteratur.
 
Dienstleistungen

Neben unserer Hauptaufgabe, der Abgabe und Beratung von Arzneimitteln, bieten wir folgende Dienstleistungen an:

· Diätberatung
· Bestimmung von Blutzucker- und Hauptcholesterinwert
· Blutdruckmessung
· Anmessen von Bandagen und Kompressionsstrümpfen
· Impfberatung
· Verleih von Milchpumpen, Babywaagen, Inhaliergeräten, Gehhilfen

... und vieles mehr